Tobias und ich wurden soeben frueher aus unserer ersten Bemba lesson entlassen und sind auf eigene Faust Richtung Einkaufszentrum losgezogen, um Internet ausfindig zu machen.
Ich sitze nun also in dem erst besten Internet Cafe und bin erstaunt, dass das Internet gar nicht soo langsam ist wie anfangs gedacht.
Aber jetzt erstmal der Reihe nach.
Tobi und ich sind am Sonntag abend losgeflogen und nach einem sehr schlaflosen Nachtflug 10h spaeter in Johannesburg gelandet.
Der Weiterflug nach Ndola hat sich leider um 2h verzoegert, da es technische Probleme bei unserer Maschine gab.
Naja halb so schlimm. Dann hatten wir halt noch 2h laenger Aufenthalt auf suedafrikanischem Boden.
um 2 hr mittags haben wir dann endlich Ndola erreicht und haben versucht den netten Menschen vom echt riesigen, internationalen Flughafen (nicht) zu erklaeren, warum wir denn ein Touristenvisum haben, aber ein Jahr bleiben und eigentlich doch Freiwillige sind und keine Urlauber.
Nach einigen Erklaerungsversuchen hat man uns dann gehen lassen und wir sind super herzlich von unseren Vorgaengerinnen, Patrick ( unser Verantwortlicher) und Tobis Gastmama in Empfang genommen worden. Zum kurzen Kennenlernen in einem der Bistumsgebaeude ging es in einem Pick-up...okay im Kofferraum eines Pick-ups! Das war super =)!
Der erste Eindruck von Ndola war grandios...afrikanische Grossstadt mit Schlagloechern, rotem Sand, Frauen mit Koerben auf dem Kopf ect.! Wie man es sich eben so ausgemalt hat...
Bei einem kurzen Empfang habe ich meine Gastmutter und- schwester kennen gelernt.
' Ah my daughter. Judith Chanda Kunz', waren so ziemlich ihre ersten Worte!
So und dann gings auch schon ab nach Hause!
Ich wohne wohl in einem der 'besseren' Vierteln. Jedes Grundstueck ist recht gross und von einer Mauer umgeben...aus Sicherheitsgruenden.
Zu Anfangs dachte ich nur 3 Gastgeschwister zu haben, aber Mama Chanda hat noch 2 Neffen und Nichten bei sich aufgenommen, da deren Eltern verstorben sind.
Somit leben wir zu 10. unter einem Dach. Meine Gastgeschwister sind zwischen 11 und 21 Jahre alt und !
Den groesten Bezug habe ich bislang noch zu den Juengsten, mit denen ich jeden Abend Karten spiele.
Momentan sind alle noch zu Hause, da gerade Schulferien sind.Viel unternommen wird scheinbar allerdings nicht, der beste Freund ist der Fernseher....
Daran werde ich mich wohl noch gewoehnen muessen.
Meine erste Nacht in der neuen Heimat war gut, wie auch der naechste Tag.
Tobi und ich haben die 2 Misereorfreiwilligen Bjorn und Dana kennen gelernt, viel ueber Sambia..Ndola...das Bistum erfahren und den Bischof getroffen.
Im Anschluss haben wir das Programm fuer die naechsten Wochen besprochen.
Die naechsten 7 Wochen dienen der Orientierung. Waehrend der naechsten 2 Wochen werden wir jeden tag ein anderes Projekt besuchen, Bemba unterricht haben ect.. In den Wochen danach arbeiten wir jeweils fuer eine Woche in einem Projekt, um sie 'wirklich' kennen zu lernen.
So viel dazu...
Mittags waren wir zu Hause bei der Gastfamilie, um uns nochmal ausruhen zu koennen =)!
Heute morgen waren wir im St. Anthony Kinderdorf , einem Heim fuer 120 Aidswaisen im Alter von 0-14 Jahren.
Die Zustaende waren- wie erwartet- gewoehnungsbeduerftig.
Die Kinder machen den ganzen Tag mehr oder weniger was sie wollen, bzw liegen in ihren Betten, wenn sie noch zu klein oder behindert sind.
Lediglich die Freiwilligen und einige Mitarbeiter sorgen fuer Abwechslung und nehmen die Kinder mit nach draussen und bschaeftigen sie.
Es gibt zwar ein Klassenzimmer, abe wirklicher Unterricht ist auf Grund der grossen Kinderzahl nicht moeglich.
Den Kindern scheints aber zu gefallen =)..viele vor Freude strahlende Gesichter haben uns...und insbesondere meine Haare...begruesst.
Zum Mittagessen sind wir mit unseren Vorgangerinnen linda und Franzi in die Stadt gefharen.
Unserer erste Busfahrt in den Minibussen stand also an =) und auch den legendaeren Masala Markt haben wir schon gesehen.
Soo mittags hatten wir wie eben schon angedeutet, unsere erste Bemba Stunde.
Die Aussprache erscheint recht einfach, das Hoeren und Woerster merken allerings umso schwieriger. Aber das wird schon werden.
Das wars erstmal..wie ihr seht, gibt es viel zu erleben und zu erzaehlen.
ich denke aber dennoch an euch und die gute Heimat..=)
Ich traeume jede Nacht von Deutschland,was sogar meine Gastmutter bemerkt, da ich ihren Weckrufen auf deutsch entgegne:P
Machts gut =)
PS: wuhuu hier gibt es Nudeln =) =)..ziemlich super was?
Achja und demnaechst wird mal Okra gekocht :P
Liebe Judy,
AntwortenLöschensuper schön was und wie Du schreibst!:) Wär' am liebsten auch schon weg ... *fernweh*
Ich mag deinen Blog. Ich hab jetzt sogar die Flagge von Sambia mal gesehen! ;)
Ich wünsch' Dir super viele Erfahrungen und dass Okra in Afrika einfach anders, besser schmeckt! ;)
Dein Jonas