Sonntag, 31. Oktober 2010

noch immer kein Regen

Glücklicherweise hatte ich am Montag noch einen zweiten Ball gekauft, einen günstigen Plastikball, welchem ich keine lange Lebenszeit zugetraut habe.
Er macht sich aber ziemlich gut, ich muss schon sagen.
Die Jungs haben sich auch dermaßen über das kleine Geschenk gefreut.
Während dem morgendlichen 25minütigen Weg zur Arbeit hatte ich genug Zeit mir auszumalen, wie schön die Jungs gemeinsam mit dem Ball spielen und ich ihnen -im wahrsten Sinne des Wortes - mit Händen und Füßen einfache Ballspiele erklären kann.
Manche Träume müssen aber vorerst Träume bleiben, wie ich schnell festgestellt habe.
Die Jungs haben keinen eigenen Besitz und sind daher recht egoistisch angehaucht, wenn es dann mal etwas zu besitzen gibt.
Sobald einer den Ball ergattert hat, rennt er mit ihm fort und behält ihn solange wie möglich für sich. Der Junge ist dann fürs erste glücklich.
Einige der anderen rennen ihm dann hinter her, der Rest lässt sich weinend auf den Boden fallen und macht keinerlei Anstalten von sich aus den Ball zu erobern.
Bevor ich ihnen also Ballspiele beibringen kann, müssen sie erstmal lernen zu teilen, selbstlos zu sein und Spaß am Miteinander zu finden.
Ich schätze, ich kaufe noch ein paar mehr Bälle und dann nähern wir uns Schritt für Schritt dem Teamsport!
Ich hoffe stark, dass auch unser Nesthäkchen in ein paar Jahren mit den anderen herum rennen und spielen kann.
Die Woche war er wieder im Krankenhaus. Seit ich im Heim arbeite, ist er mal mehr und mal weniger fit.
Die Schwestern sind sehr um ihn besorgt und wollen jetzt einen HIV- Test machen lassen.
Seine Eltern sind zwar HIV negativ, allerdings ist seine Mutter bei der Geburt gestorben und ihre Schwester hat sich anfangs um ihn gekümmert.Sie hat ihm die Brust gegeben.
Ein riesiger Fehler, wenn sie - wie vermutet wird - HIV positiv ist.
Der Kleine wird sich dann höchstwahrscheinlich auch infiziert haben.
Und so schnell kann ein Funke Unwissenheit, Unvorsichtigkeit und Mittellosigkeit ein junges Menschenleben zerstören.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend, die Hoffnung stirbt zuletzt!
Apropos, die Woche ist die Schwester meines Gastvaters dann leider doch verstorben.
Allerhand Verwandte kamen angereist und ich habe noch nie in meinem Leben Frauen so herzzerreißend weinen hören.Die Verstorbene soll eine unglaublich tolle Person gewesen sein.
Wenn jemand in Sambia stirbt, versammeln sich sämtliche Verwandte und Freunde im Haus des Verstorbenen und trauern mehrere Tage lang...bis zum Tag der Beerdigung.
Daher hat sich auch die Hälfte meiner Familie auf den Weg nach Lusaka gemacht.
Ich merke gerade, dass ich wieder viel zu viel von negativen Sachen berichte.
Das ist zwar wichtig, aber trotzdem sollen die schönen Dinge nicht auf der Strecke bleiben.
Samstag Abend wollte ich mit einem Freund das Gelände der sambischen Army betreten, um mit ein paar Leuten eine Art Pub aufzusuchen.
Nachdem die Wachmänner meine Aufenthaltserlaubnis studiert haben, haben sie mir den Zutritt verwehrt.
Ich bin Ausländerin!
Meinen Freund hat das ziemlich verärgert, ich fand es irgendwie gar nicht schlimm.Im Gegenteil, ich fands gut.
Endlich wird man mal als Weiße schlecht behandelt und nicht bevorzugt!
Okay..es lässt sich jetzt darüber streiten, ob diese Story positiv ist oder nicht.
Wie auch immer.
An diesem Abend habe ich auch erfahren, dass es in dem Fluss außerhalb der Stadt nicht nur Krokodile, sondern auch Nilpferde geben soll.
Nilpferde!! ( @ Hannah: =))
Objektiv würde man denken: klar warum nicht, bist ja in Afrika?!
Hier springen ja auch 5cm große Kakerlaken zum Fenster rein, Hühner bevorzugen die Küche als Aufenthaltsraum, Chamäleons und große Reptilien mit azurblauen Köpfen sitzen auf Bäumen und auf dem Berg hinterm Haus lebt natürlich auch die ein oder andere Python.
Die Geschichte mit den Nilpferden habe ich trotzdem nicht gleich geglaubt.
Klar, in Nationalparks gibt es die bestimmt! Aber hier um die Ecke in freier Wildbahn?
Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind!

Montag, 25. Oktober 2010

Warten auf den Regen oder lieber doch nicht?

Ich war sehr froh, dass ich am ersten Arbeitstag nach der „Malariapause“ den Jüngsten wieder im Heim vorfand. Die „Stockschwester“ meinte, ihm ginge es besser, allerdings sei jetzt einer der 1jährigen wegen Malaria ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er liege im Sterben.
Ja, ich liebe ihre Scherze..ich hoffe zu mindestens, dass es einer war.
Mittlerweile ist der Kleine wieder fit, noch nicht ganz der Alte, aber das wird schon.
Das Tückische an der Krankheit ist, dass sie meistens nicht auf einen Schlag ausbricht, sondern sehr langsam. Die große Schwester meines Gastvaters wurde viel zu spät (2 Wochen) ins Krankenhaus gebracht, sie ist dehydriert und hatte Blutarmut als Folge.
Dann kam noch die Tuberkulose dazu und zu allem Überfluss gingen in sämtlichen staatl. Krankenhäusern in Lusaka die Medikament aus.
Als mein gleichaltriger Cousin vor 2 Wochen mit Masern hier im staatl. Krankenhaus lag, hatte er zu anfangs kein Bett. Und Essen muss man den Patienten auch täglich bringen, da das des Krankenhauses ungenießbar ist und die Woche gab es im Zentralkrankenhaus von Ndola sogar kein Wasser.
Klasse. Meinem Cousin geht es wieder besser und er konnte noch in der selben Woche seine Abschlussexamen schreiben. Wäre er dazu nicht in der Lage gewesen, hätte er ein Jahr auf die nächste Möglichkeit warten müssen -.-
Ob M. Ihre Schullaufbahn schon abgeschlossen hat, weiß ich nicht.Sie war ein Mädchen aus meiner SCC in Ndola, sie ist die Woche an Masern gestorben.
Warum? Da fragt man sich wie so oft, wo die Gerechtigkeit geblieben ist …
Für die Menschen hier ist der Verlust eines Menschen viel alltäglicher als bei uns und sie tragen ihn mit viel Fassung und kehren schnell zum normalen Leben zurück.
Ich versuche jetzt auch „einfach“ mal das Thema zu wechseln.
Typisch deutsch würde man jetzt anfangen übers Wetter zu reden.Das mach ich dann doch glatt mal.
Es ist im Moment noch recht heiß, letztes Wochenende gab es den ersten Regen seit ich hier bin, einhergehend mit Blitz, Donner und Stromausfall.
Die Regenzeit kündigt sich an.Man sagt, dass der erste Regenschauer am Tag der Unabhängigkeit ( also gestern) komme. Das hat diesmal nicht zugetroffen, aber Wolken sind da und die Vögel fliegen tief.
Ich bin schon mächtig auf den Wetterumschwung gespannt.
Positiv ist, dass alles grüner wird und es etwas abkühlt.
Negativ ist, dass sich viele unasphaltierte Straßen in Schlammfelder verwandeln werden und der ganze Spaß einfach 5 Monate andauern wird.
Letzte Woche habe ich mal den Berg neben unserm Haus bestiegen. Da geht es recht steil hoch (ca.100m) und man befindet sich oben angelangt dann auf einem riesigen Plateau.
Der Boden besteht aus rotem und weißem Sandgestein, es gibt ein Stück Wald und irgendwo auch eine Wüsten ähnliche Stelle.
Und das Mitten in einer Großstadt!
Wenn man von oben hinunter schaut, blickt man auf den von Schliff bewucherten Tümpel neben unserem Haus. Um diesen zu überqueren, balanciert man über eine Wasserpipeline.
Meine Schwester behauptet, es gebe darin sogar Krokodile.
Meine Vater meint, es sei eine Lüge.
Krokodile gibt es aber z.B. in einem See, zu dem ich mit einigen aus der Jugend am Samstag zu einem Picknick aufgebrochen bin.
Es ging dann aber spontan doch woanders hin. Schade.
Das neue Ziel, ein Aquapark mit 3 kleinen Minipools, war aber auch ganz nett.
Samstag mittags gehe ich aber eigentlich zur Chorprobe.
Ankunftszeit ist eigentlich 14.30, Startzeit ist eigentlich 15.00, los geht es dann aber doch eher erst um 16 Uhr. Ja das Leben ohne Zeitlimit und mit viel Gediegenheit hat schon was =)
Wenn dann aber unter der Woche nur ein Viertel der Chormitglieder zur Probe kommen, Liedzettel & Keyboard fehlen und ewig lange darüber monologiert wird, dass es so nicht weiter gehen kann, stößt man auch auf einige Nachteile dieser Mentalität.
Gestern war Tag der Unabhängigkeit und Tag der Volkszählung.
In jedem Haushalt wurden alle möglichen Informationen über dessen Bewohner aufgenommen.
Der arme Kerl, der bei uns anrückte, war gut beschäftigt.
Meine Gasteltern haben nämlich noch einige Kinder, die außerhalb von Kitwe bzw. Sambia leben.
Naja und als ich, die weiße Tochter, dann an der Reihe war und wir ihm spaßhalber verkaufen wollten, dass ich 18 Kinder habe (die St. Martins Kinder), war er wohl völlig verwirrt...
Happy Independence Day!

Weil der Independence Day auf einen Sonntag gefallen ist, ist heute staatlicher Feiertag.
Ich war eben mit meiner Tante, die am Wochenende aus Südafrika angereist ist und für länger hier wohnen wird, zum großen Markt gegangen.
Hier gibt es neben Second- Hand- Kleidung ( =) =)), Chitengen, Lebensmitteln, Gebrauchsgegenständen auch Fußbälle zu kaufen.
Ich habe mir einen weniger schönen, aber recht teuren für die Jungs ausgesucht.
Kaum zu Hause angekommen, ist er plötzlich explodiert.
Jetzt weiß ich, warum der Verkäufer ein Schild mit Aufschrift „ NO exchange, no return“ neben der Kasse aufgehängt hat...

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Die Kinder von St. Martins


Klein und Groß beim Rutschen

Babyzimmer

Die Großen mit ihren "selbstgemachten" Papierfliegern
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Von unerwünschten Katzen, Malaria und sambischen Hochzeiten

Mittwoch, 13.10.2010

Es ist Mittwoch morgen, ich hatte mich gerade an den Schreibtisch gesetzt, um endlich mal einen neuen Blogtext zu verfassen, da kam eine miauende Katze in mein Zimmer.

Ja Guten Morgen Katze. Moment. Wir haben Hühner, aber keine Katze.

Das war dann wohl die wilde Katze, die ihre Jungen im Garten zur Welt gebracht hat.

Der Garten war ihr wohl nicht genug.

Meine eine Panikattacke kriegende Schwester empfand den Garten für mehr als gut genug und wir haben sie zusammen mit meinem verpennten Bruder, der bis 8 Uhr morgens an der Tanke gearbeitet hat und dem die ganze Aufregung unerklärlich war, hinausgejagt.

Verwundert war er auch, warum ich zu Hause war.

Malaria mein Guter! Sonntag Nacht ging die 2. Runde an mich.

Es fing ganz schön böse an, aber auf Grund von 1 Injektion, 2 Fusionen und 24 Tabletten pro Tag ging es sehr rasch aufwärts. Das kann man bei der Dröhnung aber auch erwarten!

Morgen kann ich hoffentlich wieder arbeiten gehen.

Meine erste Arbeitswoche war Erfahrungsreich, anstrengend und schön.

Im St. Martins Children Home leben derzeit (nur) 18 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren, welche entweder verwaist sind oder um die man sich zu Hause aus untersch. Gründen nicht angemessen kümmern kann.

Im „Babyzimmer“ ( 0- 2 J.) sind 8 von ihnen untergebracht und im „Kinderzimmer“ (2- 5/6 J.) dementsprechend 10.

Auf dem Gelände des Heims befindet sich auch eine Art Vorschule, welche die 4 Ältesten Vormittags besuchen.

Die Schwesternschaft besteht aus 5 Frauen. In Sachen Kinderfüttern/waschen/anziehen, kochen und putzen werden sie von einigen Arbeiterinnen unterstützt.

Wenn nicht gerade Kinderfüttern/waschen/anziehen- Zeit ist, sind die Zwerge auf sich gestellt.

Die Großen sind eigentlich immer draußen, weil sie drinnen zu viel Lärm machen würden und die Kleinen hängen eigentlich den ganzen Tag in ihren Betten rum, weil sie draußen zu viel Lärm machen würden. Naja oder sie fangen an zu schreien, wenn man sie wieder ins Bett zurückpackt.

Das stimmt zwar..aber eine Lösung kann das leider nicht sein.

Mit den Kleinen gemeinschaftlich zu spielen oder sie an die frische Luft zu bringen und mit den Großen zu malen, herum zu albern, Papierflieger zu basteln oder einfach nur zu kuscheln ist da schon etwas besonderes.

Man lernt prima mit Kleinigkeiten zufrieden zu sein und sich an fast unscheinbaren Erfolgen zu freuen.

Wenn mal keiner weint, sich keiner schlägt oder beklagt, ist das schon mal ganz viel wert.

8 von den 10 Großen sind Jungs, die gerade noch ungeheuer viel Spaß daran haben ihre Grenzen aus zu testen.

Am ersten Tag wollte einer sein Revier an mir markieren, also..er hat meinen Fuß angepinkelt.

Um eine Waschgelegenheit zu finden, habe ich den Schwestern die Geschichte erzählt, aber verschwiegen, wer der Übeltäter war. Ich wusste bereits, dass sie einen Stock haben.

Aus mir unerklärlichen Gründen haben sie ihn dann doch ausfindig gemacht und man hat die Schläge meterweit gehört...mir tat es so verdammt leid, hätte ich nur nichts gesagt.

Am ersten Tag eine Diskussion übers Schlagen anzufangen war wohl genauso unklug, deswegen habe ich dann nach de Aktion nur versucht den Kleinen zu trösten.

Die Schwestern und Mitarbeiterinnen sind größtenteils sehr nett und geduldig mit den Kindern...nur diese eine..ja, die mag den Stock.

Kein Wunder, dass die Kinder zu jemandem, der sie nicht schlägt und ihnen viel Zuneigung schenkt, schnell viel Vertrauen fassen. Einige der Kleinen, die kaum ein Wort herausbringen, haben mich gegen Ende der Woche schon „ ba mame“ genannt, was auf der einen Seite seltsam und traurig und auf der anderen Seite unglaublich schön und aufbauend war.

Morgen sehe ich sie hoffentlich alle wieder !!! =) Hoffentlich auch den Jüngsten (3 M.), der letzte Woche auf Grund von Magenproblemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde -.-

Freitagabend war ich auf der Geburtstagsparty von Tobi, zu der allerhand Freunde der Eltern eingeladen wurden und es viel Essen gab...darunter auch Raupen ( einmal genießen recht fürs erste)

und einen echt guten Kuchen.

Den gleichen Kuchen gab es auch auf der Hochzeitsfeier am nächsten Abend.

Meine Gastmama war Trauzeugin der Braut, deswegen mussten meine kleine Schwester und ich morgens in der Kirche von der Trauung Fotos machen und mein Gastvater und ich abends auf der Hochzeitsfeier anrücken.

Diese begann erstmal viel zu spät – sambian time- war aber ansonsten ganz nett.

Das Programm (Reintanzen, Reden, Essen, Kuchen anschneiden, Tanzflächeneröffnung, Beglückwünschung der Eheleute) wurde aber recht schnell durchgezogen und die Feier war schon vor Mitternacht wieder vorbei.

Naja einer der Redner hat ja auch extra seine Nachfolger ermahnt sich zu beeilen, da der musungu (die Weiße) Hunger hat. Man bleibt leider nirgends ungesehen...


Napuisha!

Shaleenipo!


PS: Ich habe ja jetzt für mehrere Monate den gleichen Wohnsitz und damit eine feste Adresse.

Würde mich sehr über Post freuen, eine Antwort ist garantiert. Die sambischen Briefmarken sind

auch echt schön ;P! Bei Interesse also bitte melden =)

Achja und wenn jemand an 2 Katzenbabies interessiert ist...? Meine Schwester würde sie liebend

gerne nach Deutschland verschicken...

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ja heute ist Tag der deutschen Einheit, nicht Tag der deutschen Unabhängigkeit!

Und zack da war sie auch schon, die letzte Woche der Orientierungsphase.
Ihre ersten beiden Tage gehörten dem CBR Programme, einer Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche.
Tobi und ich durften in dem Projekt rein schauen, in welchem Dana arbeitet.
Aus ihren Erzählungen wusste ich bereits, wie hart und unprofessionell es dort zu geht.
Es gibt hier einen Holz-Workshop, Physioherapie, eine Strickabteilung und eine Schulklasse. Ich könnte all diese Angebote in Anführungsstriche setzten, aber so gemein bin ich dann doch nicht.
Nachdem wir uns alles kurz angeschaut hatten, gesellte ich mich zu der Physiotherapeutin, ihren Klienten und deren Familienangehörigen.
Als ich erwähnt hatte, mal ein Praktikum in einer Phsiotherapie gemacht zu haben, wurde ich direkt als 2. Kraft angeheuert.
Meine Physiotherapie ähnelte eher einer Massage, aber dafür hat das Kind wenigstens nicht geweint.
Die Klienten der Chefin haben alle vor Schmerzen geweint und man kann es ihnen nicht verübeln.
Ich hätte ihr so gerne die Kinder unter der Nase weggenommen, aber das ging natürlich nicht.
Der einzige Ausweg war...die Flucht!
Später habe ich Dana ein wenig bei den „Life Skills“ unterstützt. Den behinderten Kindern, welche heute ausnahmsweise mal zahlreich erschienen, werden hier alltägliche Tätigkeiten wie Zähne putzen und Waschen gezeigt.“Life Skills“ finden theoretisch jeden Tag statt, praktisch aber nur, wenn Dana sich darum kümmert.
Am 2. Tag war Dana gesundheitlich nicht fit und ich durfte dem Holz- Workshop- Assistenten zusehen, wie er den Kindern das ABC beigebracht hat. Der tat tatsächlich so, als würde hier jeden Tag Unterricht stattfinden...und ja die kleine Weiße da kann man ja dann mal richtig schön schikanieren und herumkommandieren.
Oja der Herr gehört nicht zu denen, die ich in Ndola vermissen werde!
Was ein Projekt! Dana hat nur Glück, dass die Kinder irre liebenswürdig und interessiert sind!
Die nächsten 2 Tage sollten wir mit „Children´s desk“ verbringen, allerdings habe ich Dana im Krankenbett abgelöst und mir wurde es verwehrt.
Freitag Morgen haben wir zusammen mit unseren Koordinatoren die Orientierungswochen reflektiert und uns von unseren Gastfamilien verabschiedet.
7 Wochen ist keine lange Zeit, aber es reicht um einige Leute echt lieb zu gewinnen!
Der Trost war, dass Kitwe ja nicht allzu weit weg von Ndola liegt und Dana 2 Betten in ihrer Wohnung hat.
Außerdem war meine 2. Gastfamilie genauso nett wie die erste.
Ich habe wieder Brüder und Schwestern in meinem Alter, was einfach nur perfekt ist.
Nach der ersten Nacht im neuen Heim ging es fast wieder zurück nach Ndola!
Mitten im Nowhere befindet sich ein technisch. Oberstufeninternat für Mädchen, welches meine 14-jährige Schwester besucht. Gestern war Besuchstag.Besuchstag ist nur einmal pro term. Ein term beträgt 3 Monate. Ein Besuch dauert nur ein paar Stunden. Heftig oder?
Und dann war da nicht nur Besuchstag, sondern auch noch Graduation Party von den Absolventinnen! Das war vielleicht ne lange, mit Tänzen und Reden voll gepackte Veranstaltung.
Nach einem ausgedehnten Picknick und ein paar Abschiedstrennen seitens meiner Schwester ging es dann wieder ab nach Hause.
Unterwegs haben wir noch einen Abstecher zu dem Dag Hammarskjöld Memorial gemacht, wo 1961 der damalige UN- Sekretär mit einem Flugzeug abgestürzt und tödlich verunglückt ist.

PS: Teile meines Textes sind auf dem Weg zum Internetcafe verloren gegangen, hoffe ich konnte den Text gut flicken und es gibt keine Sinnlücken!