Und um dies zu feiern, gab es die zweite Malaria, welche wesentlich harmloser war als die erste.
Ich habe sie fast nicht aufgespürt, so harmlos war sie.
Eines abends bekam ich ein seltsames, zeitweise auftretendes Bauchstechen/weh.
Am nächsten Morgen kam noch Müdigkeit und Schwäche dazu und ich bin einfach vorsichtshalber nach ein paar Arbeitsstunden zum Testen in die Stadt gegangen.
Da frau weiß ist, wird sie mal direkt an der Warteschlange vorbei ins Labor geleitet.
Das ist zwar unfair, aber ein Test dauert ja nur ein paar Minuten und Fütterzeit im Heim beginnt bald.
Letztes Mal wurde ich mit so einem stylischen Test (ähnelt nem Schwangerschaftstest) getestet. Diesmal war das Ganze interessanter : Nadel macht picks, Blut kommt, auf Glasplatte, ab in blaue Flüssigkeit, unter Lampe, unter Mikroskop!Fertig.
Malaria positiv plus, nicht doppel plus.
Nach der Einnahme der Malariatabletten ging es mir ab dem nächsten Morgen wieder super.
Nichts war.
Das ist zwar gut, aber auch tückisch, da es zum Abbruch der Malariamedikamenteinnahme verleiten könnte. Dies wäre fatal, da die gute Freundin einem dann ein paar Tage oder Wochen später mit Sicherheit wieder einen Besuch abstatten wird.
Da die Krankheit mich kurz vor dem letzten Wochenende erwischte, fehlte ich nur einen halben Tag.
Montags ging es dann direkt wieder los.
Zur Zeit lernen ein paar der 2jährigen und eine clevere 1jährige aufs Töpfchen zu gehen.
Die 2jährigen machen ihre Sache größtenteils ganz gut.
Sobald eins „Ndefwaya wiwi“ (= „ich will Pipi machen“) von sich gibt und dann auch wirklich ins Töpfchen pinkelt, wird ein Freudentanz aufgeführt.
Die 1jährige verwechselt das Pinkeltöpfchen allerdings noch mit einem Trinknapf, was auch ganz amüsant ist.
Bevor es diesen Freitag nach Tansania geht, haben sie es hoffentlich alle mehr oder weniger drauf und ich habe mich von meiner naechsten Krankheit erholt.
Dieses Wochenende habe ich in ndola verbracht, das Bauchleiden kam zurrueck.
Ein Besuch in der Privatklinik brachte die Diagnose : Typhoid fever.
Das klingt ziemlich abentuerlich, es handel sich aber nur um Salmonellen.
6 Tage Antiobiotika, 2 Tage aergerlicherweise frei.
Als Abschiedsgeschenk von Ndola gabs noch ne Erkaeltung, welche durch das durch den Fussboden spritzende Regenwasser im Minibus auf der Rueckfahrt nach Kitwe nicht gerade gelindert wurde.
Aber Tansania wird schon.
In Tansania findet unser achttägiges Zwischenseminar statt, an welchem wir zusammen mit knapp 20 weiteren weltwaerts- Freiwilligen aus Uganda, Tansania, Sambia, Ruanda und Kenia teilnehmen werden.
Hin und Zurück geht es nicht mit dem Flieger, sondern 2 Tage lang mit dem ZUG =).
Komfort und Preis lassen sich natürlich nicht mit den deutschen vergleichen, aber das ist gut so.
Eine neue Erfahrung, auf die ich mich schon sehr freue.
Wir werden einen der größten sambischen Nationalparks während der Fahrt durchqueren und dabei hoffentlich ein paar Tiere beim lässigen Aus-dem- Fenster-schauen sichten.
Dass der Ort, in welchem das Seminar stattfindet, am Meer und nur ca. 60km von der Hauptstadt entfernt liegt, ist auch nicht verkehrt.
Perfekte Aussichten für eine gute Runde Erholung und eine große Portion neuer Power für die kommenden Monate!
Es gibt also wahrscheinlich erstmal ein wenig Funkstille...
Mwende Bwino,
shaleenipo